Mosaik 524 - Abgerechnet wird zum Schluss

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Stammdaten
Titelbild Erschienen August 2019
Nachdruck noch nicht
Umfang 36 Seiten Comic
+ 16 Seiten Mittelteil
Panel 161 + Titelbild + S. 2
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Hanse-Serie
Heft davor Wer traut sich?
Heft danach Der Pakt von Wismar

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: anonym
Johann Rapesulver muss sich im Rathaus von Lübeck vor den versammelten Ratsherren für seine Geschäfte mit den Likedeelern verantworten. Er wird einstimmig aus dem Rat ausgeschlossen und muss die Stadt in sieben Tagen verlassen. Auch Hinricus Luneborg war zu der Sitzung eingeladen worden. Er befürchtet, dass man auch von seinen früheren Taten erfahren hat. Doch der Bürgermeister Brekewold schlägt vor, ihn neu in den Rat aufzunehmen.
Brabax, Califax und Clarus werden zur gleichen Zeit von einem Fährmann auf der Weichsel gerettet. Dafür muss ihm Califax mit einem Hermelinfell entlohnen, was ihm allerdings überhaupt nicht gefällt. Bald erreichen sie die Stadt Danzig, wo sie mit einem Schiff nach Lübeck weiterreisen wollen.
Nachdem Luneborg als Rapesulvers Nachfolger zum neuen Ratsherren ernannt wird, beauftragt man ihn auch, die Stadt Lübeck beim Hansetag in Stralsund zu vertreten. Aufwand und Kosten habe er jedoch selbst zu tragen. Ulrike überredet derweil ihren Mann, zum Schneidermeister Feldlager zu gehen. Dabei treffen sie Marie Warendorp und ihren Gatten, die auch gerade bei dem Schneider waren. Ulrike behauptet, dass ihr Gatte ihr drei neue Kleider kaufen will. Mit neidischen Blicken verabschiedet sich Marie, um anschließend ihrem Mann vorzuhalten, dass er ein alter Geizkragen sei.
Als Luneborg aus der Sitzung des Stadtrates kommt, fragt er Ulrike, ob sie seine Bücher während seiner Abwesenheit geführt habe. Ulrike verweist auf Genta, die allein die Geschäfte führte, wenn er auf Reisen war. Luneborg eilt nun im Laufschritt nach Hause und stellt Genta zur Rede. Er macht ihr Vorwürfe, dass sie sich als Dienstmagd in seine Geschäfte eingemischt habe. Doch Genta fragt, ob nicht alles zu seiner Zufriedenheit war. Bis auf die Sache mit dem Zinngeschirr, das an Herrn Michelsklamp in Rostock geliefert wurde, sei alles korrekt gewesen, meint Luneborg.
In Danzig muss Califax nun die Hermelinfelle verkaufen, damit sie die Überfahrt nach Lübeck bezahlen können. Das erweist sich aber als schwierig, weil er für die kostbaren Felle einen guten Preis erzielen will. Clarus interessiert sich inzwischen auf dem Markt von Danzig für die Stoffe eines englischen Händlers. Als der Händler von einem Freund gewarnt wird, hilft Clarus, die Stoffe rasch in sein Quartier zu bringen. Dabei begegnen ihnen Brabax und Califax. Der Händler berichtet, dass hier gerade die Waren englischer Kaufleute wieder mal beschlagnahmt werden. Das geschehe, weil in London die Waren von Hansekaufleuten eingezogen wurden. Zuvor habe man englische Schiffe ich Danzig festgehalten. Dieser Streit sei endlos, trotzdem wollen sie hier Handel treiben. Califax erfährt, dass sie auch Hermelinfelle kaufen wollen. Gerade als er seine Felle den Händlern verkaufen will, erscheint Herr Giese und beschlagnahmt alle Waren auf Beschluss des Stadtrates. Der heftige Protest von Califax, dass die Felle ihm gehören, bleibt zwecklos.
Tiedemann begibt sich allein zu seinem Schwiegervater und bittet ihn um eine Verdopplung der Mitgift, da Ulrike viel Geld beim Schneidermeister ausgegeben hat. Luneborg lehnt diesen Wunsch ab, doch er kauft Tiedemann die Kogge ab, die er von seinem Vater als Geschenk zur Hochzeit bekam. Zuvor war er von Genta auf die Vorteile eines eigenen Schiffes hingewiesen worden. Außerdem hat sie Luneborg erzählt, dass es den Seeräuberschatz tatsächlich gibt.
Califax will sich beim Bürgermeister von Danzig beschweren, weil man seine Felle beschlagnahmt habe. Der Amtsmann weist ihn darauf hin, dass er ein Formular ausfüllen muss. Brabax und Califax mühen sich zwei Stunden mit dem Formular ab. Als Califax das Papier abgibt, erhält er gleich eine Beschwerdeablehnung. Die soll endgültig sein, teilt ihnen der Amtsmann mit. Eine Beschwerde habe keinen Erfolg, ihnen bleibt nur noch die Möglichkeit, Einspruch beim Hansetag in Stralsund einzulegen.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Erwähnte Orte: Nowgorod, Köln, London, Weichsel, Stralsund, Wismar, Rostock, Brügge, England, Frankreich, Breite Straße
  • Das Titelbild ist an das Gemälde des Hansekaufmanns Georg Giese angelehnt.
  • Auf dem Titelbild tummeln sich im Hintergrund u.a. ein aufziehbares Spielzeugauto, ein Fabergé-Ei, schwimmende Teelichte, ein Jo-Jo, eine Pentagramm-Kette, die sprichwörtliche Goldwaage, eine Pfeife in einem Römer und eine Glückwunschkarte. In Luneborgs Buchführung taucht bereits ein Diagramm auf.
  • Einer der Ratsherren von Lübeck trägt auf S. 3 ein Direwolf-Abzeichen des Hauses Stark aus der Serie Game of Thrones (als Niels Bülow dies zeichnete, liefen gerade die letzten Folgen).
  • Zu den Holzschnitzarbeiten im Lübecker Rathaus gehören Köpfe mit Sonnenbrille bzw. herausgestreckter Zunge (S. 4).
  • Vor dem Ratssaal steht ein Stand-Aschenbecher mit noch dampfenden Kippen (S. 5).
  • Der Marienkäfer schaut auf S. 8 zu.
  • Am Danziger Peinkammertor nimmt ein Wächter das Wasserabschlagen wörtlich, zudem gibt es ein Theaterplakat an der Mauer, eine aus einer Fensteröffnung hängende Flasche und einen Blumenkasten (S. 9).
  • 100 Jahre vor der Ersterwähnung der Lübecker Marzipanzunft (1530) wird zumindest das Produkt schon beworben (S. 10).
  • Links oben vergnügt sich ein Mann mit einem Jo-Jo. Auf Luneborgs Schreibtisch liegt ein dickes Bündel Geldscheine mit einer Banderole drumherum (S. 14).
  • Herr Michelsklamp aus Rostock ist eine Anspielung auf Michael Klamp von der Mosaik-Initiative Rostock (S. 15).
  • Der Partner von Thomas hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Robert Löffler.
  • Am Danziger Krantor kredenzt das Ausflugslokal "Zur Kogge" Bier und Tee auf einer Balkonterrasse (S. 16). Zudem steht dort ein Fahrrad an der Wand und ein Einwohner benutzt eine Gehhilfe.
  • Auf dem Danziger Markt gab es auch damals schon die Verkaufsform "Wühlkiste" (S. 18). Bockwurst mit Brötchen ist ebenso erhältlich wie Aphrodisiaka (S. 17). Eine riesige Flasche dient als Werbung.
  • Das Dielenhaus im Mittelteil auf S. 26-27 verfügt über eine Fahrstuhltür.
  • Angesichts der Luneborgschen Wutausbrüche (S. 45) trägt sogar schon eine Person auf einem Gemälde Gehörschutz ... oder sind es Kopfhörer? Genau darunter steht ein verfrühter Erdglobus.
  • Im Danziger Rathaus gibt es ein so ausgeschildertes WC (S. 47).
  • Die örtliche Bürokratie verwendet schon weit vor Gutenberg Vordrucke (S. 49).
  • An Gentas Arbeitsplatz hängt auch ein Küchen-Poster mit einem Gemüse-Schaubild (S. 50). Als Flaschenkorken dient eine Wurst. Die Giftflasche steht immer noch auf dem Schrank (S. 51).

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Mit Hilfe der App MOSAIK Magic konnte man sich mit seinem Smartphone oder Tablet auf folgenden Seiten Hintergrundinformationen anzeigen lassen:
Seite Info
1 Coverentwürfe mit dem Titel "Neue Partnerschaft"
10 Das Lübecker Rathaus erläutert Jörg Reuter
15 Aller Anfang ... (getuschte Seite mit Randglossen)
33 Blick ins Buch "Start ins Abenteuer"
45 Die traditionelle Mitgift erklärt Nadja Romeiko
  • Weiterhin ist im Heft ein Preisrätsel versteckt, das mit der App MOSAIK Magic auf einer Heftseite zu finden ist. Für drei Gewinner wird je eine handsignierte Titel-Grafik (Bild 1) und ein Einkaufsgutschein verlost.
  • Das Heft wurde im Newsletter 379 beworben.
  • In einer Teilauflage der Kiosk-Hefte ist die Beilage - So macht Schule Spaß mit Stundenplan enthalten (Bild 2 und 3).
  • In einer Teilauflage im Ostseeraum lag den Kiosk-Heften eine Beilage - "Grüße von der Ostsee" mit 3 Postkarten bei (Bild 4).


[Bearbeiten] Externe Links

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