Wido Wexelgelt

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Wido Wexelgelt

Wido Wexelgelt ist der Hauptbegleiter der Abrafaxe in der nach ihm benannten Wido-Wexelgelt-Serie.

Sprechender Name: Sein Nachname deutet darauf hin, dass er ein Kaufmannssohn ist. Der Vorname Wido wurde sicherlich gewählt, um eine Alliteration zu erzeugen.

Wido stammt aus dem thüringischen Klein-Zella (heute Zella-Mehlis).


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Alles beginnt in Spanien

Im Jahre 1578 führen wichtige Geschäfte den deutschen Möchtegern-Kaufmann nach Spanien. Aus Thüringen stammend, soll er im Auftrag seines (Urgroß-) Onkels August, einem Mitglied des berühmten Augsburger Handelshauses der Familie Wesler, einen Schuldschein beim spanischen König einlösen. Nachdem Wido eine unangenehme Begegnung mit einem wilden spanischen Stier hatte, begegnet er in der Nähe des Schlosses Roncalprado den Abrafaxen, die sich zu der Zeit als Gäste im Schloss ihres Freundes Don Alfonso aufhalten. Spontan entschließen sich die drei, Wido nach Madrid zu begleiten. Bevor sie dort angekommen, legen sie dem Don Grotesco das Handwerk. In Madrid gelingt es Wido mit Hilfe der Abrafaxe in eine geheime Konferenz des Königs zu platzen, um den Schuldschein einzulösen. Dieser lehnt die Auszahlung jedoch ab, mit dem Hinweis auf den Staatsbankrott. Nun hat Wido jedoch die Aufmerksamkeit des finsteren Don Ferrandos auf sich gelenkt, denn dieser benötigt zur Entschlüsselung bestimmter Koordinaten, internes Weslerfamilienwissen. Der Don hofft durch Wido an dieses Wissen zu gelangen, will er doch das legendäre Goldland Eldorado finden. Als Wido im Alkoholrausch über alles andere als seine Familie spricht, entführt ihn der Don kurzerhand. Natürlich rechnet er nicht mit den Abrafaxen, die ihm nach Sevilla folgen. Da Don Ferrando Schwierigkeiten hat, eine Mannschaft für das riskante Unternehmen anzuheuern, lockt er eine nichts ahnende Reisegruppe auf sein Schiff und steuerte mit Wido in seiner Gewalt und den verkleideten Abrafaxen im Mastkorb die Neue Welt an.

[Bearbeiten] Ankunft in der Neuen Welt

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[Bearbeiten] Die überraschende Wende

Wido und seine Mary

Wütend und enttäuscht sucht Wido allein nach Aldous Moneypenny, um ihm den Kristallschädel für viel Geld zu verkaufen. Dabei plaudert er in einem Wirtshaus über den kristallenen Schädel, erhält für seine Geschichten etwas Geld, welches ihm jedoch sofort wieder entwendet wird, indem man ihn mit einem Schlag außer Gefecht setzt. Als er wieder erwacht steht eine junge Frau vor ihm, die in London als Mad Mary bekannt ist. Beide sind sofort entzückt voneinander, teilen sie doch die Liebe zum Reimen. Mary erkennt jedoch sofort, welche Gefahr von dem Kristallschädel ausgeht. Sie stellt Wido vor die Wahl, entweder sie oder der Schädel. In dem Moment tauchen diverse Ganoven auf, die Wido den Schädel abnehmen wollen. Immer noch hin und her gerissen erkennt er, dass alle Schätze der Welt nicht soviel wert sind, wie ein Mensch, der zu einem hält. Er wirft den Schädel in die Luft und folgt Mary. Später sieht man die beiden Reime schmiedend durch die Tavernen Londons ziehen, bei ihnen ist der Straßenjunge Jack, den sie offensichtlich zu sich genommen haben. Mary spricht sogar von einem eigenen Haus, in dem Jack ein zu Hause haben könnte. Anscheinend hat Wido sein Schicksal gefunden.


[Bearbeiten] Widos Prahlereien

  • Angeblich würde Herzog August ihn bei seiner Rückkehr aus Spanien zum Grafen von Klein-Zella machen.
  • 1569 schaffte er beim Krahwinkler Kegelfest „Drei auf einen Streich“.
  • 1575 war er Schützenkönig von Klein-Zella.
  • 1576 wurde er zum Dichterfürsten von Klein-Zella gekürt.
  • In der Nähe der Festung von Punto Perdido will er sein Pferd durch ein Moor voll von Krokodilen getragen haben. Als eines der Krokodile sein Pferd fast verschlang, befreite er es mit einem kräftigen Boxschlag. Anschließend will er einer gefangenen Prinzessin zu Hilfe geeilt sein und sie aus der Gewalt eines Drachens gerettet haben.
  • Nach eigener Erzählung packte er einst einen „Drachen an seinem langen Schuppenschwanz“, so dass sein Schmerzensschrei noch in Morgenröthe-Rautenkranz zu hören gewesen sein soll.

[Bearbeiten] In guter Tradition

Unverkennbar steht Wido Wexelgelt in der Tradition legendärer MOSAIK-Figuren wie Ritter Runkel und Alexander Papatentos, wobei die Ähnlichkeit zu ersterem noch frappierender ist. Was als Abklatsch abgetan werden könnte, ist eigentlich eine gelungene Reminiszenz an einen der berühmtesten und beliebtesten Hauptbegleiter. Beide zeichnen sich durch eine unbegründete Arroganz aus, reimen mehr schlecht als recht, beide träumen von Ruhm und Ehre, ziehen in die Welt, um Schätze zu bergen und mit wehenden Fahnen heim zu kehren. Während jedoch Ritter Runkel dieses Schicksal vergönnt ist, geht Wido einen völlig anderen Weg. Was eigentlich eine gelungene Überraschung sein könnte, hat jedoch leider einen schalen Beigeschmack, da bekannt ist, dass die Wido-Wexelgelt-Serie vorzeitig beendet werden musste. Ob dies das eigentlich geplante Schicksal Widos ist, bleibt ein Geheimnis des Autors.


[Bearbeiten] Wido Wexelgelt tritt in folgenden Mosaikheften auf

                         255, 256, 257, 258, 259,
260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268, 269,
270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278, 279,
280, 281, 282

[Bearbeiten] Wido nach dem Ende der Wido-Wexelgelt-Serie

Widos Ende? Iwo!

Wido taucht auch in den folgenden Serien gerne im Hintergrund auf. Gesichtet wurde er an folgenden Stellen:

  • Heft 293: Wido kauft auf dem Markt von Konstantinopel ein (S. 3). Ist er vielleicht doch noch hinter das Geheimnis des Kristallschädels gekommen und kann durch die Zeit reisen?
  • Heft 296: Im Büro des Gefängnisdirektors der anatolischen Stadt Adana liegt ein Steckbrief von Wido.
  • Heft 299: Auf dem Titelblatt des Bagdad Anzeigers (S. 44/45) ist Wido zu erkennen.
  • Heft 301: Wido ist unter den Einwanderern (S.3)
  • Heft 304: Wido hat sich an einer ungenehmigten Demonstration beteiligt (S.44) und wird von der Polizei verprügelt.
  • Heft 308: New York, Central Station - Wido sitzt bereits im Zug und tut so, als ober er Abrax nicht kennen würde (S. 50).
  • Heft 309: Wido ist auf dem Abo-Variantcover zu sehen.
  • Heft 312: der Schattenumriss von Wido ist unter den Operngästen zu erblicken (S.12).
  • Heft 314: in der Carman-Farm hängt ein Bild von Wido an der Wand (S.48).
  • Heft 317: Wido scheint Gefallen am Bahnfahren gefunden zu haben (S.46).
  • Heft 319: In Twin Bridges geistert Wido durch die Szenerie, wobei nicht eindeutig ist, ob sein Appetit einem Steak oder einer drallen Maid gilt.
  • Heft 321: Am Bauzaun vor Mrs. Ferrandos ehemaligem Haus in der Bowery 31 hängt u.a. ein Poster mit Widos Konterfei.
  • Heft 324: Auf Doppelseite 14/15 winkt er gemeinsam mit Charlie Chaplin und Homer Simpson dem aufmerksamen Betrachter der Szene zu.
  • Heft 352: Im Gefängnis von Manila liegt ein angekettetes Skelett, welches unverkennbar Wido Wexelgelt zu sein scheint. Sollte er doch irgendwann weitergereist und bis auf die Philippinen gekommen sein? Und hat er dort mit seinen Reimen jemanden so verärgert, dass dies sein Ende wurde?
  • Heft 369: Ist Wido doch nicht tot? Oder spielt dies hier nur davor? Jedenfalls ist Wido zu sehen, wie er den Vorbereitungen zum Corso Grande in Venedig zuschaut.
  • Jubiläumsposter zu Heft 371: Wido vergnügt sich in der Ritterburg.
  • Heft 373: Wido befindet sich unter den Zuschauern im Hippodrom (Rückseite).
  • Heft 380: Sein Hut fliegt durch die Lüfte (S. 44).
  • Heft 387: Wido wird in einem Fass über den Markt gerollt.
  • Heft 395: Widos Hut liegt angekokelt (neben einer Schachtel Streichhölzer) in den Trümmern der abgebrannten Stadt Nancy. War er der Übeltäter?
  • Heft 420: Nach längerer Pause ist Wido in den Straßen von London zu sehen (S.5).
  • Heft 452: In der Villa Hancock hängt ein Bild von Wido (S. 18).
  • Heft 458: Wido ist Gast auf der Hochzeit von Jane und Kit und ist einer der Gläubiger von Langley Hancock.
  • Heft 462: Wido erscheint in einer Therme von Augusta Treverorum (S. 12).
  • Heft 463: Wido trinkt und diskutiert mit Don Ferrando in der Hafentaverne von Massilia (S. 17).
  • Heft 495: Wido ist Zuschauer beim Turnier in Augsburg (S. 15).
  • Heft 500: Er ist Gast auf der Doppelhochzeit in Wittenberg.
  • Heft 523: Wido flüchtet vor Don Ferrando indem der den Turm der Lübecker Marienkirche erklettert und dort abzustürzen droht(S. 36).
  • Kurzgeschichten Ein guter Fang und Ich finde, es ist zu gefährlich...: Ein Porträt von Wido hängt bei den Abrafaxen an der Wand
  • Leipzig-WimmelBILD der Abrafaxe: Wido wundert sich über eine Straßenbahn im modernen Leipzig
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