Mosaik 481 - Der große Auftritt

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[[Kategorie:Abrafaxe-Römer-Serie (Einzelheft)]]
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Version vom 10:08, 30. Jan. 2016

Stammdaten
Titelbild Erschienen Januar 2016
Nachdruck noch nicht
Umfang 36 Seiten Comic
+ 16 Seiten Mittelteil
Panel 148 + Titelbild + S. 2
Katalog noch nicht erfasst
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Abrafaxe-Römer-Serie
Heft davor Wiedersehen im Colosseum
Heft danach Römische Legenden

Inhaltsverzeichnis

Comic

Inhalt

Erzähler: Tacitus
Menschenmassen strömen ins Kolosseum. Am heutigen Tage beginnen die Spiele, und es gibt ein paar ganz besondere Feinde Roms, die diesmal um ihr Leben in der Arena kämpfen sollen: Da ist zum einen Abrax, der Anführer eines Sklavenaufstands, in Begleitung des Sklaven Occius, der mit ihm sympathisierte und ihm half. Weiterhin sind da Brabax und Califax, die beim Versuch, ihren Freund zu befreien, selbst verhaftet wurden. Wegen des gleichen Vergehens befinden sich Spontifex und Trauthelm in Gewahrsam, und auch Thusnelda, ein weiteres Mitglied von Spontifex' Truppe, der Spionage angeklagt, wartet in den Katakomben der Arena auf ihren wohl letzten Auftritt. Und zuletzt sind da noch der ehemalige Konsul Marcus Julius Prudentio und dessen Sohn Titus, vom intriganten Konsul Aulus Flavius Improbus des Hochverrats bezichtigt, deren Schicksal sich ebenfalls am heutigen Tag in der Arena erfüllen soll.
Fast alle Hoffnungen auf ein gutes Ende haben sich zerschlagen. Zwar sind noch zwei Mitglieder des Circus' nicht unter den Kämpfern, doch ist Selene seit Tagen verschollen und der Hundebändiger Leonidas hat sich als abtrünniger Verräter entpuppt. Naht vielleicht doch noch Rettung von ganz unerwarteter Seite? Die beiden Germanenkinder Vada und Ule sind Aulus und seinen Häschern entkommen. Es gelingt ihnen tatsächlich, dem frustrierten Leonidas ins Gewissen zu reden. Sie schmuggeln ihn mit ihrer Freundin Gaias Hilfe ins Kolosseum, wo es ihm tatsächlich gelingt, zu den Gefangenen vorzudringen. Doch dort schlägt ihm blanker Hass entgegen. Seinen Beteuerungen schenkt man weder Glauben noch Beachtung. Schließlich verschlägt es ihn in den Bereich der Katakomben, in denen sich die wilden Tiere aufhalten. Dort entdeckt er zwei gepanzerte Bekannte: Avicula und das Nashörnchen sollen ebenfalls in der Arena gegen die Verurteilten kämpfen. Leonidas erkennt die wohl einzige Chance: Mit den beiden Kolossen als Verbündete statt Gegner, zumindest mit Avicula, können sich die Verurteilten vielleicht gegen die Meute hungriger Hyänen behaupten. Leonidas befördert die Elefantendame in einen Fahrstuhl. Auch das Nashörnchen drängelt sich hinein. Avicula betätigt das Aufzugseil ...
Und es kommen unerwartet weitere Verbündete: Der kleinen Germanenschar um Wigbald ist es nach monatelanger Reise endlich gelungen, Rom zu erreichen. Doch schon kurz hinter den Toren werden sie von einem Spion Aulus' abgefangen und direktemang in die Arena gelotst, wo sie genau zu dem Zeitpunkt eintreffen, in dem auch die anderen Gefangenen den wohl schon bald blutigen Sand betreten. Als die im Publikum sitzende Vada ihren Vater erblickt, klettert sie über die Brüstung und springt ihrem Vater in die Arme.
Im weiten Rund nimmt man die Entwicklungen erstaunt zur Kenntnis. Der Kaiser hat keine Ahnung, wer sich da nun plötzlich alles auf dem Kampfplatz tummelt. Der Schuft Aulus schon. Zwar haben sich die Kräfteverhältnisse etwas mehr in Richtung der Verurteilten verschoben, aber noch sollte es für die hungrigen Hyänen ein leichtes sein, der ganzen Truppe den Garaus zu machen. Nach einer "kurzen" Rede des Kaisers ist es endlich soweit. "Die Spiele mögen beginnen!", spricht er schließlich nach über einer Stunde. Die Gitter, die die Hyänen in Zaum halten, öffnen sich und die Bestien gehen sofort zum Angriff über. Die Verurteilten nehmen die Herausforderungen an. Mit kräftigen Knüffen und Püffen wehren sich Wigbald, Abrax und Titus. Califax' Beschwichtigungsversuche sind indes nicht von Erfolg gekrönt. Doch die Übermacht ist zu groß, es scheint aussichtslos. Da öffnet sich die Bodenklappe und Leonidas erscheint mit Avicula und dem Nashörnchen. Als Digg, Dogg und Diggedog, die mit ihrer neuen Herrin Salonina ebenfalls im Publikum sitzen, Leonidas in Gefahr erblicken, springen sie zu dritt über die Brüstung und geben den Hyänen Saures. Nun wendet sich das Blatt. Als Avicula allerdings, voll in Rage, mit einem kräftigen Schlag ihres Rüssels eines dieser gefleckten Biester in den Himmel befördert, erwischt sie den zu nahe stehenden Brabax gleich mit. Nach kurzem Flug landet dieser direkt in der Loge des Kaisers, genauer: auf dessen Schoß. Schnell nutzt der Rotschopf seine Chance und klärt den Kaiser auf, wer da eigentlich um sein Leben kämpft: die lang gesuchten und verschollen geglaubten Germanenkinder! Aulus sieht in einem einzigen Augenblick alle seine Träume schwinden, greift zum Schwert und will Brabax ins Jenseits befördern. Doch die Klinge durchdringt die Brust des kleinen Gesellen nicht, verbiegt stattdessen. Aulus hat den Dodekaeder getroffen, den Brabax unterm Gewande verbarg. Als Brabax das lebensrettende Artefakt hervorholt, ist der Kaiser von den Socken. Brabax ist ebenfalls ein Eingeweihter! Als solcher darf er natürlich frei reden. Brabax nutzt natürlich seine Chance und erklärt Trajan mit wenigen Worten, was sich tatsächlich zugetragen hat: dass Titus die Kinder direkt nach Rom bringen wollte, doch ein gewisser Aulus dies um jeden Preis verhindern wollte. Nur mit Hilfe der Mitglieder des Circus Spontifex, die gerade in der Arena um ihr Leben kämpfen, habe man die Kinder immer wieder retten können. Trajan muss nicht länger überzeugt werden. Er gebietet Einhalt und begnadigt jeden in der Arena vom Fleck weg. Um sich dem zürnenden Volk, dass sich um den ganzen Spaß gebracht sieht, zu erklären, steigt er selbst in die Arena hinab. Dies ist Aulus' letzte Chance. Er erklärt kurzerhand, Trajan habe den Verstand verloren, und befiehlt den Prätorianern, ihn und seine Anhänger zu verhaften. Mit dem kaisertreuen Senator Tacitus wird der Anfang gemacht ...

Figuren

Bemerkungen

  • Erwähnte Orte: Germanien, Mittelmeer, Iberische Halbinsel, Ägypten, Kleinasien, Britannien, Gallien, Africa
  • Eine Anspielung auf den Einleitungstext der Asterix-Bände ist auf S. 3 zu lesen, allerdings als Antithese: "Ganz Gallien? Ja, ganz Gallien." (in der Vorlage, die wiederum Julius Cäsars Gallischen Krieg persifliert: "Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf ...")
  • Auf S. 3 steigen Blasen aus einem Schornstein.
  • Unter den Zuschauern befinden sich Mickey Mouse (S. 3) und ein Zyklop (S. 47).
  • Alfio und Olivia haben einen Cameoauftritt als Besucher des Flavischen Amphitheaters (S. 9).
  • Ein Arena-Besucher raucht Tabakspfeife (S. 9). Der Brauch des Pfeiferauchen gelangte erst nach der Entdeckung Amerikas von dort nach Europa.
  • Der Marienkäfer leistet dem eingesperrten Abrax Gesellschaft (S. 11).
  • Schon in Römischen Arenen scheint Popcorn zur Vorstellung beliebt gewesen zu sein (wiederholte Darstellung auf S. 15).
  • Der Fahrstuhl wird mit Strippen bedient, die mit Deorsum (nach unten), Sursum (nach oben) und Auxil. (für auxilium Hilfe = Notruf) lateinisch beschriftet sind (S. 38).
  • Einige Zuschauer haben Kaugummi, eine Eistüte, einen Luftballon und Becher mit Knickhalm-Trinkröhrchen dabei (S. 43, S. 51, Rückseite).
  • Eine weinende Hyäne wird von einer anderen getröstet (S. 49).
  • Weiterhin befinden sich Figuren aus der Griechenland-Serie im Publikum: Alkibiades, Kleon, Phlegmatos, Sanguinos, Choleron, Phisimachos und Scribinos (Rückseite).

Redaktioneller Teil

Mitarbeiter

Weitere Besonderheiten

  • Das Heft wurde im Newsletter 274 beworben.
  • Den Abo-Heften lag die Leserclubkarte für 2016 bei (Bild 1).
  • Mit Hilfe der App MOSAIK Magic konnte man sich mit seinem Smartphone oder Tablet auf folgenden Seiten Hintergrundinformationen anzeigen lassen:
Seite Info
1 Skizze der Titelseite von Niels Bülow
11 Insiderinterview mit Andreas Pasda
19 Titelumfrage 2015
38 Robert erzählt, wo Tiere Aufzug fahren
48 Lesung mal anders

Externe Links