Mosaik 11/77 - Der neue Doge

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== Externe Links ==
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Version vom 21:36, 11. Jan. 2015

Stammdaten
Titelbild Erschienen November 1977
Nachdruck in Sammelband 6 - Auftritt der Komödianten
Umfang 20 Seiten
Panel 61 + Titelbild
Katalog 1.01.023
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Adria-Serie
Kapitel: Venedig-Serie
Heft davor Die heimliche Trauung
Heft danach Der Vorhang fällt

Inhaltsverzeichnis

Comic

Inhalt

Erzähler: Harlekin
Raffamoneti, welcher sich gerade auf einem Tanzball befindet, wird durch einen Boten darüber informiert, dass sich sein Neffe Aldo Vertico mit Rosalia Cassalera vermählt hat. Geschockt über die Nachricht, beschließt er, da man ja seinem Neffen, diesem Schafskopf auch nicht die einfachste Aufgabe anvertrauen kann, selbst etwas zu unternehmen.
Auch Cassaleras Spitzel ist nicht untätig geblieben. Während der Dogenanwärter Cassalera gerade, mit seiner ersehnten Dogenmütze auf dem Haupt, schon mal mit behelfsmäßigen Mitteln das Regieren übt, trifft der Spitzel von der Hochzeit ein. Als der Dogenkandidat von der Trauung seiner Tochter Rosalia und Aldo hört, trifft ihn ebenfalls der Schlag.
In der Zwischenzeit macht sich Raffamoneti in Begleitung von Enzio und dessen Kollegen mit einer Gondel in Richtung des Hauses des Glasbläsermeisters. Dort angekommen treffen sie auf den Glasbläser-Lehrling, welcher sich aber erstmal ein paar Scherze mit den Herrschaften erlaubt. Im selben Moment trifft auch Cassalera bei der Glashütte ein. Im Schlepptau hat er seine beiden Diener. Zur Verwunderung des alten Glasbläsers und des jungen Lehrlings beginnt sofort ein heftiges Gerangel zwischen der sogenannten feinen Gesellschaft.
Als der Streit gerade dabei ist richtig Fahrt auf zu nehmen, taucht plötzlich ein Pfarrer namens Sermonio Longo mit einem Esel auf. Als dieser von Raffamoneti und Cassalera erblickt wird, stürzen sich die beiden Streithähne auf den Geistlichen und reißen ihn zu Boden, denn sie sehen in ihm den Schuldigen für die Verheiratung von Rosalia und Aldo. Der Diener Gottes kann die erhitzten Gemüter aber schnell beschwichtigen und erzählt, dass er keinen Anteil an der Hochzeit habe. Er ist ja gerade gekommen, um sich darüber zu beklagen, dass der Glasbläsermeister, der schon ein etwas störrisches Schäflein in seiner Gemeinde ist, fremde Geistliche aus Venedig die Trauung hat vollziehen lassen, obwohl er dem Paare den Segen nicht minder wirksam hätte erteilen können. Als Raffamoneti hört, dass es Geistliche aus Venedig waren, kommt ihm gleich der Gedanke, dass dies doch die Theatergruppe gewesen sein könnte, hatte er doch durch seinen Spitzel erfahren, dass die Truppe auf eine Hochzeit wollte.
Während sie sich darüber unterhalten, ob Raffamoneti Recht haben könnte, erscheint im Hintergrund auch schon die Festgesellschaft. Kurzerhand rennt der Pfarrer Longo zu dem ebenfalls als Pfarrer verkleideten Harlekin, um diesen zur Rede zu stellen. Harlekin versucht den Pfarrer aber erstmal davon zu überzeugen, das Blendwerk mitzuspielen, er werde dann noch sehen weshalb.
Im selben Moment überlegen sich die zwei Dogenanwärter, dass die Hochzeit auf jeden Fall rechtens gemacht werden muss, da sie ja sonst zum Gespött ganz Venedigs werden würden. Der richtige Pfarrer soll die Trauung noch einmal vollziehen - Dafür bezahlt Raffamoneti die Schulden Cassaleras und als Gegenleistung wird er der neue Doge. Cassalera willigt widerwillig ein. Auch Harlekin ist damit einverstanden, glaubt er doch, dass Raffamoneti seine Pläne unterstützt.
Ob dieser glücklichen Wende frohlockt das Herz des echten Pfarrers und so begeben sich alle zu jenem heiligen Ort, wo die Trauung vollzogen werden kann. Doch das alles ist zu viel für Aldo und er kippt bewusstlos um. Auf einer Trage wird er in Richtung des Traualtars der Klosterruine von Nostalgione geschleppt. Wieder schließen sich die erheiterten Landleute an, für die eine Doppelhochzeit mit ein und demselben Paar natürlich eine einmalige Sensation ist.
Nach der Trauung ist noch eine kleine Feier angesetzt. Doch diese wird von Raffamoneti blockiert, er will mit seinem Neffen Aldo sofort zurück nach Venedig. Die Frau des Glasbläsermeisters versucht die beiden noch mit ihrem selbst gebackenen Kuchen zu überzeugen, doch Aldo antwortet nur höhnisch über das Angebot der Backware. Als Antwort der wütenden Hochzeitsbäckerin, bekommt der Bräutigam auch prompt die Quittung in Form einer neuen Kuchen-Kopfbedeckung.
Im ganzen Trubel geht unter, wie sich der Pfarrer Longo ordentlich mit Wein betrinkt. Harlekin und Brighella helfen ihm auf seinem Esel, welcher nun den Angetrunkenen sicher nach Hause bringt. Die Theatergruppe um Harlekin macht sich daraufhin auch in Richtung Venedig, mittels dem Schiff von Paolo dem Glasbläser, auf. Califax der ebenfalls an dem Wein genippt hatte, ist durch das Schaukeln des Fährkahnes ganz schlecht.
Als sie das Haus von Cassalera erreichen werden sie von dessen Söldnern verscheucht. Auch bei Raffamoneti haben sie kein Erfolg und werden ebenso verjagt. So beschließen sie, sich erstmal bei den Zimmerleuten der Werft, die ihnen auch schon bei ihrer Verkleidung geholfen hatten, Rat zu holen. Die Zimmerleute kennen ja die Verhältnisse in der Stadt besser und würden ihnen auch sicher beistehen, wenn es hart auf hart zugehen sollte. Ein alter und erfahrener Werftarbeiter hilft Harlekin sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.
Wenig später wird Raffamoneti zum Dogen gewählt. Angetan mit den Abzeichen seiner Würde, vor allem mit der Dogenmütze, deren Anblick Cassalera Seelenqualen bereitet, besteigt das neue Oberhaupt der Republik von San Marco sein Prunkschiff, den Bucentoro. Unter den Augen von Harlekin und den Abrafaxen vollzieht er von hier aus, die uralte Zeromonie der Vermählung mit dem Meer, indem er einen kostbaren Ring in die Fluten wirft und dazu ein paar Worte verliert.

Figuren

Bemerkungen

  • Die Doppelseite 18/19 zeigt eine prachtvolle Darstellung der Hochzeit mit dem Meer mit einer reich detaillierten Paradefahrt des venezianischen Staatsschiffes "Bucentoro". Die Abbildung gibt allerdings einen Zustand des Schiffes wieder, der aus späterer Zeit (Anfang des 18. Jahrhunderts) stammt.
  • Auf der Rückseite werden die Gewinner der Preisaufgabe aus Heft 5/77 veröffentlicht.

Mitarbeiter

Weitere Besonderheiten

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