Mosaik 444 - Krokos, Knast und Knallerei

Aus MosaPedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Stammdaten
Titelbild Erschienen Dezember 2012
Nachdruck noch nicht
Umfang 36 Seiten Comic
+ 16 Seiten Mittelteil
Panel 175 + Titelbild + S. 2
Katalog noch nicht erfasst
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Australien-Serie
Heft davor Die versunkene Dschunke
Heft danach noch keins

Inhaltsverzeichnis

Comic

Inhalt

Erzähler: anonymer Erzähler
Während die Investigator weiter Neuholland umsegelt, sitzt ihr ehemaliger Navigator John Thistle im Gefängnis von Sydney und wartet auf seinen Prozess. Camilla King, die Tochter des Gouverneurs, besucht ihn täglich und bringt einen Korb mit Essen vorbei. Doch John ist darüber keinesfalls erfreut. Der Soldat Cockrane muss verschwinden, wenn Milly in der Zelle erscheint. Sie besteht nämlich darauf, mit ihrem Verlobten alleine zu sein. Als John darauf hinweist, dass sie nicht miteinander verlobt sind, widerspricht sie ganz energisch. Inzwischen erscheint auch Gouverneur King vor dem Gefängnis und fragt Cockrane, ob seine Tochter hier anzutreffen sei. Cockrane bestätigt ihm dies, denn Milly versucht gerade wieder einmal den Navigator zu trösten. Der Gouverneur stellt enttäuscht fest, dass sie sich überhaupt nicht an sein Verbot hält. Doch auf seine Tochter lässt er nichts kommen und verbietet Cockrane die frechen Bemerkungen über Milly.
Die Investigator bekommt inzwischen Probleme mit ihrem desolaten Zustand und Schiffszimmermann Woody hat alle Hände voll zu tun. Die Besatzung versucht das Schiff in Schräglage zu halten, damit Woody ein Leck schließen kann. Als Mr. Lacy gerade den Befehl zum Aufrichten des Schiffes erteilen will, bricht die Reling ab und fünf Besatzungsmitglieder fallen ins Wasser. Auch Abrax, Brabax, Nat, Will, Buddel-Ben und Kanonen-Bob können sich nun nicht mehr auf den Masten halten und landen im Wasser. Matthew Flinders ist über diese Badepause sehr verärgert und gibt Lacy die Schuld. Auch Califax meint, dass es gefährlich sei, schließlich könnte im Meer ein Krokodil lauern. Brabax hält das für unmöglich, doch er hat sich bereits damals vor Neuguinea geirrt. Nat fand das Erlebnis sehr lustig und Abrax erzählt die Geschichte noch einmal an Deck vor versammelter Mannschaft.
Im Oktober 1802 hat die Investigator gerade das Great Barrier Reef verlassen. Bei ruhiger See entdeckt Woody im Meer einen Baumstamm, den Will an Bord holen möchte. Robert Brown stellt mit seinem Fernrohr fest, dass es sich bei dem angeblichen Baumstamm um ein Krokodil handelt. Woody und Robert Brown unternehmen sofort mit der Schaluppe eine Rettungsmission. Ein Paddel von Woody landet im Maul des Reptils. Doch es zerbricht und Will erkennt den Ernst der Lage. Woody gelingt es, das Tier am Schwanz zu packen und durch die Luft zu wirbeln. Kurze Zeit später liegt das gefesselte Reptil an Deck der Investigator. Robert Brown verbietet Califax, das Tier zu füttern, was Califax als Tierquälerei empfindet. In einem unbeobachteten Moment löst er die Fesseln und präsentiert dem Krokodil seine schönsten Leckerbissen. Das gefräßige Tier ist jedoch eher an Califax interessiert, der nun um sein Leben rennen muss. Nachdem er außer Reichweite ist, konzentriert sich das Reptil auf Will, der noch ahnungslos am Steuerrad steht. Dann dreht er sich um und betet zum Gott der Finsternis. Das Krokodil beißt in das Steuerrad, weil Will bei seinem Gebet zu Boden geht. Dabei büßt das Reptil einige Zähne ein und verlässt entsetzt das Schiff.
Nachdem sich die Mannschaft längst zur wohlverdienten Nachtruhe begeben hat, nähert sich der Investigator eine kleine Schaluppe mit Hyde und Frog. Trotz einiger Pannen können sie Kenneth Sinclair überwältigen und das Steuer übernehmen. Califax, der von verdächtigen Geräuschen erwacht und sich an Bord begibt, wird ebenfalls geschnappt. Während Hyde das Steuer übernimmt und sich auf die Rückkehr nach England freut, sucht Frog das Pulvermagazin des Schiffes auf. Er will ein Feuerwerk auf der Investigator veranstalten und legt dort eine Pulverspur, die ihm genügend Vorlauf für die Flucht verschafft. Inzwischen ist auch Brabax in seiner Hängematte wachgeworden. Er wird misstrauisch, weil er an Deck ungewohnten Gesang hört. Tatsächlich findet er Hyde am Steuerrad und Frog, der das Schiff nach einem kurzen Handgemenge rasch verlässt. Unter Deck bemerken inzwischen Trim und die Ratte die brennende Pulverspur. Die Ratte alarmiert sofort King Bungaree, der sich das Pulverfass mit der brennenden Lunte schnappt und in letzter Minute über Bord wirft. Die gewaltige Explosion trifft genau die Schaluppe mit Frog und zerreißt sie in tausend Stücke.
Nun ist die gesamte Mannschaft der Investigator erwacht. Sie hat sich um Mr. Hyde versammelt, um die Ursache der nächtlichen Explosion zu ergründen. Hyde droht, allen die Knochen zu brechen. Als er gleich mit Califax anfangen will, fällt ein Stück der Rah auf seinen Kopf. Plötzlich ist Hyde wie ausgewechselt und behauptet, Doktor Jekyll zu sein. Er lässt den verängstigten Califax frei und begrüßt Hugh Bell als alten Bekannten. Kapitän Flinders verlangt eine Erklärung und erfährt, dass Henry Jekyll ein Studienkamerad von Doktor Bell war. Er verschwand spurlos im Oktober 1788, nachdem ihm ein Straßenräuber einen Schlag auf den Kopf verpasste. Dr. Bell vermutet, dass dieser Schlag seine Persönlichkeit veränderte und ein erneuter Schlag dies wieder rückgängig macht. Auf Vorschlag von Brabax lässt Flinders dem liebenswürdigen Henry einen Schutzhelm bauen. Sub-Lieutenant Sinclair muss wieder die Nachtwache übernehmen und die Fahrt geht weiter.
John Thistle wartet immer noch im Gefängnis von Sydney auf seinen Prozess. Milly bringt ihm wieder einen Korb mit Essen und schickt Cockrane weg. Diesmal hat sie als Überraschung für John einen Verlobungsring mitgebracht. Ihr Vater hofft, dass die zwei glücklich werden, doch Cockrane widerspricht. Mr. Frog hat die Explosion überlebt und versucht mit einem Treibholz nach Mauritius zu gelangen.

Figuren

Bemerkungen

  • Erwähnte Orte: Neuholland, England, Neuguinea, Great Barrier Reef, Frankreich, Île de France
  • S. 8 Panel oben rechts: Während jeder Laie, der sich auf einer Flugbahn befindet, hinsichtlich deren Verlaufs nur an eine Wurfparabel denken würde, so ist sich Brabax der vektoriellen Eigenschaften (Vektorpfeil) der für diese Bewegung relevanten Größen bewusst und er bedenkt auch deren mathematische Zusammenhänge. So ist j (= der "Ruck") gleichzusetzten mit der Änderung der Beschleunigung (a) in Abhängigkeit vom Zeitverlauf (t). j ist somit die erste Ableitung der Beschleunigung, die zweite der Geschwindigkeit (v) und die dritte des Ortes (x), jeweils dargestellt durch die über den Formelzeichen angebrachten Punkte. Das Ergebnis ist jedoch ernüchternd ("PLATSCH!"), wobei das "!" auch noch als Rechenoperation angesehen werden kann, hier jedoch kaum Sinn ergibt ("!" bedeutet "Fakultät").
  • In Heft 42 war ein hölzernes Paddel noch ausreichend, um einem großen Krokodil erfolgreich das Maul zu blockieren (S. 12). Entweder unterscheidet sich die Qualität der Paddel – oder die der Krokodile. Immerhin handelt es sich um Paddel und Krokodile unterschiedlicher Planeten. Da kann es schon gravierende Unterschiede geben.
  • Das Leistenkrokodil weint echte Krokodilstränen (S. 13/14).
  • Das Mutschekiebchen hat die Nacht in Califaxens Schuh verbracht (S. 36).
  • In der Koje der Abrafaxe ist ein Pin-up-Girl an die Wand gepinnt: eine Meerjungfrau (S. 39).
  • Jemand auf dem Schiff trinkt den Wein auf Ballermann-Art mit Knickstrohhalm. Erster Verdächtiger: Bungaree, neben dessen Schlafplatz die Flasche steht (S. 43).
  • Die Gefängniszelle ist mit künstlerisch wertvollen Accessoires ausgestattet, die den Aufenthalt dort etwas verschönern sollen (S. 50).
  • Auch M. Frog mag farbenprächtige Unterwäsche (S. 51)

Redaktioneller Teil

Mitarbeiter

Weitere Besonderheiten

  • Vorab wurden auf der Homepage die gezeichnete Titelillustration ohne und mit Farbe veröffentlicht (Bild 1 und 2).
  • Beim Tag der offenen Tür 2012 bekamen die Besucher ein schwarz-weiß Variantheft.

Externe Links

Persönliche Werkzeuge