Dukaten

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Ein Dukaten bzw. eine Zechine ist eine (reale) Währung im Mosaik.

[Bearbeiten] Die Währung im Mosaik

Graf Kunz von Kuckucksberg bittet seinen Fröner, ihm Geld zu leihen, da er sich stets manchen Dukaten eingesteckt habe, der ihm nicht gehörte. Der Fröner verlangt, dass ihm die Leitung der Grube "Letzte Hoffnung" übertragen wird und zahlt dann die Schulden des Grafen an Sebaldus Nimmersatt: vierhundert Dukaten. Als Philippus Raffer auf der Geburtstagsfeier von Graf Kunz erscheint, wirft er einem Gaukler einen Dukaten zu.

In Regensburg zahlt Otto von Guericke einige Dukaten, um den Kaiser zu sprechen. Doch bei den vielen Lakaien, die ihre Hand aufhalten, wird ihm das schließlich zu kostspielig und er gibt auf. Dig und Dag gelingt es, viele Dukaten als Köche einzunehmen, wodurch schließlich die Rückreise nach Magdeburg abgesichert ist.

Zechinen begegnen den Digedags, als diese mit Ritter Runkel Ende des 13. Jahrhunderts in den Orient reisen. Für eine Überfahrt von Basra nach Ormuz müssen sie drei Zechinen und 15 Piaster bezahlen. Außerdem erfahren sie während der Überfahrt, dass ein handgezimmertes Ruderboot - wie es der Schiffszimmermann Ali el Hanef an Bord herstellt - in Ormuz für 20 Zechinen verkauft werden kann.
Während der Abenteuer im Istanbul des Jahres 1835 knöpft Sultan Mahmud der Zweite dem ungetreuen Schatzmeister Mustafa al Mansur eine Zechine ab, mit der er sich im Kaffeehaus zur süßen Ruhe einen vergnügten Tag machen will.

In der Zwischenzeit, nämlich gegen Ende des 17. Jahrhunderts, haben auch die Abrafaxe eine Gegend erreicht, in denen die Währung - diesmal unter der Bezeichnung Dukaten - im Umlauf sind. Im Wald des dalmatinischen Dorfes werden die Waldvermesser ausgetrickst und müssen an Dunja und ihre Freundin zwei Dukaten für die Vernichtung zweier Körbe mit Waldbeeren bezahlen.
Später erwähnt der Patrizier Raffamoneti, dass er für mehrere tausend Dukaten seine Wahl zum Dogen von Venedig schon so gut wie gekauft habe.

Außer einigen unbestimmten Goldmünzen sind in den Abbildungen im Mosaik keine Einzelheiten der Münzen erkennbar.

In der Reformations-Serie verlangt ein italienischer Farbenhändler sieben Zechinen für eine Dose Ultramarin. Abrax muss bei einem Geldwechsler neun sächsische Gulden und elf Groschen dafür wechseln.

[Bearbeiten] Reales Vorbild

Dukaten waren die Nationalwährung der Republik Venedig. Sie wurden erstmals im Jahre 1284 geprägt und verbreiteten sich von dort aus über ganz Europa. In Venedig wurden Dukaten bis zum Ende der Republik Ende des 18. Jahrhunderts mit gleichem Münzbild und nahezu unverändertem Goldgehalt geprägt. Damit waren die venezianischen Dukaten über Jahrhunderte hinweg die stabilste Währung der Welt, und sie werden - insbesondere für das 14. und 15. Jahrhundert - als Welthandelsmünze angesehen. Eine andere Bezeichnung für den Dukaten war der Begriff "Zechine" (von italienisch: Zecchino). Unter dieser Bezeichnung bildete die Währung mehrere Jahrhunderte lang vor allem im Orient ein beliebtes Zahlungsmittel.

Zwar prägten in späterer Zeit auch einige andere Staaten landeseigene Dukaten, diese kommen jedoch für die im Mosaik behandelten Gegenden und Epochen nicht in Frage. Angesichts der tatsächlichen Entstehungszeit der ersten Dukaten/Zechinen ist der Gebrauch des Begriffs Zechine für die Mosaikhandlung im Jahre 1284 ein bisschen verfrüht; erst ab dem nächsten Jahrhundert hatte die Münze auch im Orient eine angemessene Verbreitung erreicht, so dass sie als allgemeines Zahlungsmittel verwendet werden konnte. Ebenso kommt die Verwendung der Zechine im Jahr 1835 ein bisschen spät; schon längst - bzw. spätestens nach dem Ende der Republik Venedig - war die Münze als Handelswährung im Mittelmeerraum und im Orient durch den Maria-Theresien-Taler abgelöst worden.

[Bearbeiten] Dukaten bzw. Zechinen werden in folgenden Publikationen erwähnt

Mosaik von Hannes Hegen: 49, 50, 54, 91, 134, 212
Mosaik ab 1976: 5/76, 7/77, 499
Romane: Ritter Runkel und seine Zeit, Ritter Runkel - Der Diplomat
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