Sebastian Lotzer
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Sebastian Lotzer (um 1490-nach 1525) tritt in der Jubiläums-Serie des Mosaik ab 1976 auf.
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[Bearbeiten] Handlung
Sebastian Lotzer ist ein wandernder Kürschnergeselle aus Horb am Neckar. Er wird zu einer Bauernhochzeit in Wygenspach eingeladen. Dort lernt er Else kennen und erlebt das Unrecht, das den Bauern mit dem Roden ihres Niederwaldes widerfährt.
Die Abrafaxe treffen Sebastian ein halbes Jahr später in Memmingen wieder. Er ist inzwischen zum Wortführer der Bauern geworden, die sich gegen Ungerechtigkeiten wehren. Zusammen begeben sie sich zum Rathaus, wo sich die Anführer der drei größten Bauernhaufen treffen.
Im Rathaus hält Sebastian Lotzer eine mutige Rede, in der er sich auf die Bibel beruft. Er wird von den Versammelten zum Schreiber gewählt, um die wichtigsten Forderungen der aufständischen Bauern aufzuschreiben. Brabax notiert die 12 Artikel von Sebastian Lotzer und Christoph Schappeler, die anschließend gedruckt und verteilt werden.
Bald wird Memmingen von Truppen des Schwäbischen Bundes besetzt. Georg Truchsess von Waldburg-Zeil lässt nach Sebastian Lotzer und Christoph Schappeler suchen, weil sie angeblich an den Unruhen schuld sind. Ein Memminger Kutscher hilft ihnen, zusammen mit den Abrafaxen aus der Stadt zu fliehen. Als Sebastian bei seiner Flucht noch einmal nach Wygenspach kommt, fragt er Else, ob sie mit ihm nach St. Gallen kommt und seine Frau werden will. Else begleitet ihn und sie heiraten in Zürich, wo Sebastian bei einem Kürschnermeister Arbeit findet. Später kann er dessen Werkstatt übernehmen. Die Hochzeit wird auf einem Schweizer Bergbauernhof nachgefeiert.
[Bearbeiten] Mittelteil
In der redaktionellen Rubrik Fragen über Fragen wird erwähnt, dass die protestantischen Prediger Sebastian Lotzer und Christoph Schappeler die Verfasser der 12 Artikel waren. Vermutlich waren auch noch andere Autoren daran beteiligt. Nach dem Bauernkrieg flohen sie in die Schweiz nach St. Gallen.
[Bearbeiten] Der reale Sebastian Lotzer
Sebastian Lotzer wurde um 1490 in Horb am Neckar geboren. Er erlernte das Handwerk des Kürschners und ging auf Wanderschaft. In Memmingen heiratete er die Kramerstochter Margret Weigelin, deren Geschäft er dann führte.
Er setzte sich mit Christoph Schappeler für die Ideen der Reformation ein. Er wurde Laienprediger und verfasste mehrere reformatorische Schriften. 1525 unterstützte er die Forderungen der Bauern und war als Schreiber des Baltringer Haufens an der Abfassung der 12 Artikel beteiligt. Nach dem Sieg des Schwäbischen Bundes im Bauernkrieg musste er im April 1525 aus Memmingen fliehen.
[Bearbeiten] Externe Verweise
[Bearbeiten] Sebastian Lotzer tritt in folgendem Mosaik auf
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