Kaiserin Theodora

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Kaiserin Theodora (um 500 - 548) wird in der Orient-Serie des Mosaik von Hannes Hegen erwähnt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Rolle im Mosaik

Erwähnt wird die Kaiserin nicht als Person, sondern als frühere Besitzerin und nunmehrige Namensgeberin eines kostbaren Schmuckstücks. Der Schmuck befindet sich in der Schatzkammer des osmanischen Sultans Mahmud II., wird aber vom untreuen Schatzmeister Mustafa al Mansur entwendet, um damit das Herz der Sklavin Fatima zu gewinnen. Die Jagd nach dem Schmuck bestimmt weite Teile der Orient-Serie, bis er schließlich unwiederbringlich in den Fluten des Mittelmeeres versinkt.

Da es insgesamt drei byzantinische Kaiserinnen namens Theodora gab, ist eine Zuordnung des Geschmeides zwar nicht hundertprozentig eindeutig möglich. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich jedoch bei Theodora um die Ehefrau von Kaiser Justinian (I.). Zum einen trägt diese auf einem berühmten Mosaik in Ravenna aus dem Jahr 547 ein sehr ähnliches Geschmeide, zum anderen wird auch ihr Gemahl Justinian im Mosaik mehrmals prominent erwähnt.

[Bearbeiten] Reales Vorbild

Theodora war Schauspielerin und stammte aus einer Circusfamilie. 522 begegnete sie dem damals 40-jährigen Justinian. Dieser war damals schon von Kaiser Justin I. adoptiert und zum Konsul ernannt worden, weswegen eine Heirat zwischen ihm und Theodora eigentlich nicht infrage kam: Ehen zwischen Staatsbeamten und Schauspielern, die als bessere Prostituierte galten, waren bis dato verboten. Justinian musste also erst eine Gesetzesänderung initiieren und den Tod der Kaiserin Euphemia abwarten, die strikt gegen die Verbindung war. 524 konnten die beiden heiraten, und nach der Thronbesteigung ihres Mannes 528 wurde Theodora Kaiserin. Im Laufe der Zeit nahm Theodora nicht unerheblich Einfluss auf die Regierungsgeschäfte und engagierte sich karikativ. Die Kaiserin starb mit 48 Jahren an einer Krankheit. Nach einer Totgeburt war die Ehe kinderlos geblieben.

[Bearbeiten] Externe Links

  • Kaiserin Theodora in der Wikipedia, mit einer Abbildung des berühmten Mosaiks

[Bearbeiten] Theodora wird in folgenden Mosaikheften erwähnt

213, 214, 221
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