Samurai

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Aktuelle Version vom 20:48, 25. Okt. 2012

Samurai sind Figuren der Japan-China-Serie und der zweiten Japan-Serie.

Die Samurai waren im feudalen Japan eine Kaste, der alle Krieger vom Fußsoldaten bis zum Shogun angehörten. Das Wort bedeutet Diener bzw. Dienender. So waren die Samurai die militärischen Diener, die einem Ehrenkodex folgten und für ihren Fürsten kämpften.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die realen Samurai

[Bearbeiten] Die Entstehung der Kaste

Nachdem im alten Japan die Wehrpflicht in der Kaiserarmee abgeschafft wurde, entwickelte sich aus bewaffneten Begleitern des Adels der sogenannte Schwertadel. Das waren im Bogenschießen und Schwertkampf geübte Krieger, die ihrem lokalen Herrscher dienten und von ihm ausgestattet wurden. Sie waren sehr erfolgreich und gewannen an Einfluss. Als kaiserliche Berater übernahmen schließlich Samurai die Kontrolle über den Staat. Im 14. Jahrhundert bekamen sie Ländereien, von denen sie Steuern eintrieben. 1586 wurde ein Gesetz erlassen, das die Zugehörigkeit zum Samurai-Stand festschrieb und ihnen weitreichende Privilegien einräumte. So hatten die Samurai das alleinige Recht zum Tragen von Waffen. Jeder Bürger, der ihnen keinen Respekt erwies, konnte niedergeschlagen werden. Sie besaßen eine eigene Gerichtsbarkeit. Die Zugehörigkeit zu den Samurai wurde vererbt und so bildeten sie die oberste Klasse in der Sozialordnung. Innerhalb der Samurai gab es wiederum verschiedene Ränge mit unterschiedlichen Privilegien.

[Bearbeiten] Ausbildung und Waffen

Ein Samurai besaß zwei Schwerter-Paare und eine Samurai-Rüstung. Die Schwerter waren die wichtigsten Waffen und wegen ihrer hohen Qualität der wertvollste Besitz. Die aufwändige Rüstung wurde nur zur Schlacht angelegt, sonst war ein Krieger zivil gekleidet. Die Ausbildung zum Samurai begann bereits mit fünf Jahren. Der Unterricht enthielt vor allem Kampfsport, wie Fechten, Bogenschießen und Ringkampf. Neben Schwimmen und Reiten erhielten die jungen Krieger auch Unterricht in Mathematik, Literatur und Geschichte. Zum Abschluss der Ausbildung zum japanischen Ritter fand eine feierliche Zeremonie statt.

[Bearbeiten] Die Friedensperiode

Von 1603 bis 1867 - bekannt als die Edo-Periode - lebte das Land im Frieden. Die Samurai waren ohne Beschäftigung und übernahmen andere Aufgaben in Wirtschaft und Kultur. Ein Teil der Samurai betätigte sich wissenschaftlich und entwickelte sich zur Kaste der Gelehrten.

Kaiserliche Truppen kämpfen gegen Anhänger des Shogunats

[Bearbeiten] Untergang und Mythos

Im Jahre 1867 wurde Kaiser Mutsuhito nach Jahrhunderten wieder als tatsächlicher Herrscher Japans eingesetzt. Er leitete Reformen ein, die das alte Feudalsystem beendeten und den Samurai die Privilegien entzogen.

Die Samurai führten mehrere Kriege gegen den Kaiser, so den Boshin-Krieg von 1868 bis 1869. Enomoto Takeaki rief in dem Krieg die unabhängige Republik Ezo auf Hokkaido aus. In der Schlacht von Hakodate besiegte die kaiserliche Armee die abtrünnigen Krieger. Als 1873 die Wehrpflicht eingeführt wurde, waren die Samurai überflüssig. Sie erhielten Pensionen vom japanischen Staat und wurden teils in den Adelsstand, teils als Bürger eingereiht. 1876 verbot ein Gesetz das Tragen der Schwerter. Die Abschaffung der Samurai führte zu erheblichen sozialen Problemen, weil viele ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten konnten. 1877 fand mit der Niederschlagung der Satsuma-Rebellion die letzte Schlacht gegen Samurai statt.

Die Nachkommen der Samurai-Familien werden in Japan hoch geachtet. In zahlreichen Büchern, Filmen und Comics finden die Samurai heute ihre Verehrung.

[Bearbeiten] Die Samurai im Mosaik

Yamatos Schwur als Samurai

[Bearbeiten] Die Japan-China-Serie

Im Jahr 1280 gelangen die Abrafaxe im mittelalterlichen Japan mit Flugdrachen in das Tal der Samurai. Sie begleiten später Yamato in das Tal, der dort zu einem Samurai ausgebildet wird.

Folgende Samurai treten in der Handlung auf:

Toru in voller Montur

[Bearbeiten] Die zweite Japan-Serie

Im Jahr 1872 landen die Abrafaxe wieder in Japan und treffen den Samurai Toru Hayakawa und seine Tochter Toshiko. Die zwei werden zu ihren Hauptbegleitern und Toru entwickelt sich nach anfänglichem Misstrauen zu einem Freund. Er sucht eine neue Beschäftigung bei seinem Bruder Mitsuo Hayakawa. Auf dem Weg nach Süden wird Toru bei der Explosion auf dem Schiff „Roter Drache“ verletzt. Dank der Abrafaxe kann er in einem Zen-Kloster gesund gepflegt werden. Nach den Geboten eines Samurai verpflichtet sich Toru, solange an ihrer Seite zu bleiben, bis seine Schuld beglichen ist.

Das geschieht dann auf dem Weg von Kyoto nach Nara mit der Vertreibung von drei Wegelagerern. Toru trennt sich von den Abrafaxen und begibt sich mit seiner Tochter nach Osaka, um das Samurai-Heer der Fürsten von Kyushu zu unterstützen. Nachdem er das Schiff verpasst hat, reist er mit Toshiko nach Nara und verhindert einem Überfall von Ori und Gami auf die Abrafaxe. Auf der Suche nach seiner Rüstung verabschiedet er sich endgültig.

  • Im redaktionellen Teil der Hefte 339 und 340 sind ausführliche Artikel zum Thema Samurai zu finden.

[Bearbeiten] Externer Link

[Bearbeiten] Samurai treten in folgenden Mosaikheften auf

                  5/89, 6/89, 7/89, 9/89,        11/89, 12/89, 
1/90, 2/90, 3/90, 5/90, 6/90, 8/90, 9/90, 10/90, 11/90, 12/90

324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331, 332, 333, 335, 336, 
337, 339, 340, 341, 342, 343
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