Russland

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==Das Mosaik in Russland==
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In Russland sind (natürlich in russischer Sprache) bislang ein gutes Dutzend Mosaik-Hefte, eine [[Die Reise der Abrafaxe nach Goslar|Reihe von Abrafaxe-Onepagern]] und ein [[Die Abrafaxe unter schwarzer Flagge - Der Roman zum Film|Abrafaxe-Roman]] erschienen. Näheres hierzu findet sich im Artikel [[Auslandsausgaben Abrafaxe - Russland]].
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In Russland sind (natürlich in russischer Sprache) bislang ein gutes Dutzend Mosaik-Hefte, eine [[Die Reise der Abrafaxe nach Goslar|Reihe von Abrafaxe-Strips]] in zwei Presseerzeugnissen und ein [[Die Abrafaxe unter schwarzer Flagge - Der Roman zum Film|Abrafaxe-Roman]] erschienen. Näheres hierzu findet sich im Artikel [[Auslandsausgaben Abrafaxe - Russland]].
==Externe Links==
==Externe Links==

Version vom 18:14, 22. Okt. 2011

Russland war mehrfach Schauplatz für Mosaikabenteuer. Sowohl die Digedags als auch die Abrafaxe hielten sich hier auf.

Inhaltsverzeichnis

Das reale Russland

Geographie und Geschichte

Russland ist das größte Land der Erde. Es erstreckt sich von der Ostsee bis zum Pazifik über 10 Zeitzonen. Russland ist einer der großen Föderationen bzw. Vielvölkerstaaten mit mehr als 100 größeren Volksgruppen. Von der Landesnatur sind alle Arten von Klimazonen (von der Arktis bis zur Wüste) in Russland zu finden.
Kern des frühen russischen Staates bildete die sogenannte Kiewer Rus um die Städte Kiew und Nowgorod. Nachdem die Kiewer Rus unter anderem infolge des Mongoleneinfalls zerfallen war, konnte sich schließlich das Großfürstentum Moskau als neues Staatszentrum durchsetzen. 1547 wurde Großfürst Iwan zum ersten russischen Zaren (Kaiser). Eine wichtige Epoche bildete die Regierungszeit Peters des Großen (von 1682-1721). Hier wurde Russland als Großmacht etabliert und öffnete sich der westlichen Kultur. Neue Hauptstadt wurde für zwei Jahrhunderte das neu gegründete St. Petersburg.
Trotz einer deutlichen Industrialisierung blieb Russland bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein Agrarstaat. Die vielfältigen Gegensätze in der Gesellschaft führten 1917 schließlich zur Oktoberrevolution, infolge derer Russland ein sozialistischer Staat wurde und mit anderen Gebieten in die Sowjetunion integriert wurde. Erst 1992/93 wurde die Sowjetunion wieder aufgelöst und mit der Russischen Föderation wieder ein eigenständiges Russland geschaffen.

Darstellung im Mosaik

Obwohl es, gerade im Gefolge der Weltraum-Serie, Anlass gegeben hätte, den Besuch beim russischen Brudervolk ideologisch auszunutzen, findet sich speziell in den Russland-Heften wenig davon wieder. Strotzen auch die umgebenden Hefte teilweise von Klischees (wie die Eingeborenen-Darstellung in den Ölheften 42 und 43 oder die Ägypten-Darstellung in 46 und 47), gibt das erste Abenteuer in Russland ein relativ ausgewogenes Bild ab. Zwar gehören Ziolkowskis Ideen vielleicht nicht zu den wichtigsten Errungenschaften der russischen Geschichte, dennoch ist es korrekt, dass er von seinen Zeitgenossen nicht akzeptiert wurde.
Das Russland unter Katharina der Großen erfreut sich im Mosaik einer erstaunlich positiven Darstellung - was aus der sozialistischen Perspektive auf den Absolutismus fast sogar schon verwundert. Auch hier wirkt das Bild der russischen Provinz und der Weiten Sibiriens stimmig. Polsunows Dampfmaschine gehört neben der von Newcomen zu den schönsten Maschinendarstellungen im Mosaik, und die beiden lassen sich miteinander aufgrund der Zeichenperspektive hervorragend miteinander vergleichen.
Es ist aus der Rückschau heraus äußerst bedauerlich, dass die Russland-Episode zum Ausklang der Erfinder-Serie nicht mehr realisiert worden ist. Die Epoche um den Krim-Krieg findet sich sonst sehr selten in populärwissenschaftlichen oder literarischen Darstellungen wieder und wäre historisch sicherlich recht einmalig gewesen.

Russland im Mosaik

Chronologische Reihenfolge

Jahr Mosaik Nr. Helden und Serie
1766 65 Digedags in der Erfinder-Serie (James-Watt-Kapitel)
1856 90, 91 (beides geplant) Digedags in der Erfinder-Serie (Treskow-Meinrath-Kapitel)
1892 45 Digedags in der Erfinder-Serie
1894-1900 344, 345, 357 Abrafaxe in der Weltreise-Serie
1965 Lydia, Der Beweis, Kleine Sünden Abrafaxe im Nebenuniversum

Erfinder-Serie

Die Digedags erreichen zunächst anno 1766 an Bord der Queen of Palmyra die russische Zarenresidenz St. Petersburg, als der Zarin Katharina II. eine Newcomen-Dampfmaschine überbracht werden soll. Die Monarchin präsentiert den Besuchern die Pläne der Dampfmaschine des Russen Iwan Iwanowitsch Polsunow. Anschließend erhalten die Digedags die Gelegenheit, in Begleitung des russischen Kuriers Pjotr Alexejewitsch eine Belohnung zu dem Erfinder nach Sibirien zu bringen. Auf der Reise bestehen sie allerhand Abenteuer, nur um am Ziel Barnaul letztlich feststellen zu müssen, dass Polsunow gerade verstorben ist. Das Geld kommt schließlich dessen Witwe zugute.

Ziemlich genau 90 Jahre später wären die Digedags beinahe erneut nach Russland gereist. In den 1850er Jahren hatten sie bereits mehrfach den Erfinder Wilhelm Bauer zu verschiedenen Schauplätzen begleitet, wo er jeweils sein innovatives U-Boot an den Mann zu bringen versuchte. 1856 wurde das Boot schließlich in St. Petersburg gebaut. Doch weder den Marineball in St. Petersburg noch das legendäre Unterwasserkonzert bei einer großen Flottenparade können die Digedags tatsächlich miterleben, denn ihre geplante Reise nach Russland wird wegen der vorgezogenen Abenteuer mit Ritter Runkel abgesagt.

So gelangen die Digedags erst wieder im Jahre 1892 zum zweiten und letzten Mal nach Russland. Hier treffen sie im sibirischen Borowsk auf den Raketenpionier Konstantin Ziolkowski. Sie erleben, wie dieser die ersten realistischen Modelle für Fluggeräte und Weltraumraketen vorstellt. Leider wird Ziolkowski von seinen Zeitgenossen nur missverstanden. Durch einen Unglücksfall geht auch noch sein gesamtes Lebenswerk in Flammen auf, wonach er nach Kaluga strafversetzt wird. Die Digedags begleiten ihn, wobei sich aber ihre Spur verliert.

Weltreise-Serie

Als letzte erreichen die Abrafaxe Ende des 19. Jahrhunderts Russland. Infolge eines Zeit und Ort verändernden Zeitsprungs landen sie mitten im St. Petersburger Marinski-Theater und stören eine Spezialaufführung für den russischen Zaren Alexander III.. Der ist aber darob gar nicht böse und lädt die Abrafaxe nebst einigen weiteren Abenteurern zu einer Bärenjagd ein. Rund um die Jagd entwickelt sich die Idee zu einer Wette, welche zu einer Reise um die ganze Welt führt. Diese führt von St. Petersburg aus Richtung Südosten und endet schließlich in Moskau. Dort werden die Abrafaxe im Terem-Palast in den "Club der größten Abenteuerer" aufgenommen. Gleich anschließend verschwinden sie im Labyrinth unter dem Kreml und landen infolge eines neuen Zeitsprungs wieder ganz woanders.

Sonstiges

Im Nebenuniversum Die Abrafaxe in Petropawlowsk befinden sich die Abrafaxe im Jahre 1965 im äußersten Osten der nunmehrigen Russischen Sowjetrepublik in der Sowjetunion. Sie haben sich an das Leben im Sozialismus angepasst und kümmern sich um die Pflege des Parteibüros. Der Begleiter der Abrafaxe ist der kauzige Wladimir. Mit ihm erleben sie einige kleine Abenteuerchen.


Wichtige Schauplätze in Russland

Erfinder-Serie
Weltreise-Serie

Das Mosaik in Russland

In Russland sind (natürlich in russischer Sprache) bislang ein gutes Dutzend Mosaik-Hefte, eine Reihe von Abrafaxe-Strips in zwei Presseerzeugnissen und ein Abrafaxe-Roman erschienen. Näheres hierzu findet sich im Artikel Auslandsausgaben Abrafaxe - Russland.

Externe Links

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