Veitstanz

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Aktuelle Version vom 15:15, 12. Mai 2019

Unter dem Begriff Veitstanz fasste man früher alle möglichen Phänomene zusammen, die sich in unmotivierten, willenlosen, unkoordinierten, oft krampfhaften und bis zur völligen Erschöpfung führenden Bewegungen äußerten. Im Roman Der König der Spaßmacher von Dirk Seliger führt Brabax in seiner Rolle Rumpelstilzchen auf dem Marktplatz von Hildburghausen einen Veitstanz auf.

[Bearbeiten] Hintergründe

Als Ursachen für diese auch Tanzwut genannte Erkrankung werden heute unter anderem religiöse Extase, Drogenkonsum oder Vergiftungen durch Mutterkorn oder Spinnenbisse angenommen. Die Bezeichnung Veitstanz geht auf den Heiligen Veit (auch Sankt Vitus genannt) zurück, einen der vierzehn Nothelfer und Schutzpatron der Tänzer. Die moderne Medizin versteht unter Veitstanz die Erbkrankheit Huntington.

Im heutigen Sprachgebrauch existiert noch die Floskel "einen wahren Veitstanz aufführen" für übertriebene, ungelenk wirkende oder unbeherrschte, sinnlose Bewegungsabläufe ohne erkennbaren oder nachvollzierhbaren Grund.

[Bearbeiten] Wahre Veitstänze werden in folgenden Publikationen aufgeführt

Der König der Spaßmacher
Persönliche Werkzeuge