Absinth

Aus MosaPedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Da sinkt es hin, das grüne Gift ...

Absinth ist ein alkoholisches Getränk, welches gelegentlich im MOSAIK auftaucht.

In der Hefthandlung

Im Londoner Kit-Cat Club wird (um 1702/1705) neben anderen Genussmitteln auch Absinth serviert.
Allerdings entstand dessen Rezept erst um die Mitte des 18. Jahrhunderts, so dass die Verbreitung von Absinth, noch dazu in entsprechend gelabelten Flaschen, hier anachronistisch ist.

Als Bertha Benz in Begleitung der Abrafaxe im August 1888 mit ihrem Motorwagen durch die Gegend knattert, wirft ein Trunkenbold vor Schreck seine Flasche Absinth in den Neckar.
Hier wiederum ist die Verbreitung von Absinth absolut zeittypisch, da selbiger speziell Ende des 19. Jahrhunderts das "Modegetränk" schlechthin war.

In der Realität

Absinth wurde ab 1737 im Schweizer Kanton Neuchatel entwickelt. Wichtigste Zutaten sind Wermutkraut, Anis und Fenchel; hinzu kommen weitere Kräuter und Alkohol. Für die markante grüne Farbe sorgt das Chlorophyll im Wermut und ggf. aus anderen Kräutern. Im Vergleich zu anderen Brennspirituosen ist Absinth von vorneherein sehr hochprozentig (bis zu 90% Alkoholanteil sind nachgewiesen).

Zunächst als Heilmittel verbreitet, erlangte Absinth spätestens ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine enorme Verbreitung als Alltags- und Modegetränk. Zahlreiche Künstler und Literaten schätzten das Kultgetränk und verewigten es nicht selten in ihren Werken. Aber auch in der Arbeiterschaft war Absinth wegen seiner oft geringen Preise sehr beliebt. Wegen zahlreicher Fälle von alkoholbedingten Krankheiten und Schädigungen geriet Absinth Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend in Verruf; nach 1900 wurde Herstellung und Verkauf in den meisten Ländern verboten. Ende des 20. Jahrhunderts begann jedoch eine Renaissance des Absinths, der mittlerweile wieder als Modegetränk (und das nicht nur in grüner Farbe) beliebt ist.


Absinth vergiftet folgende Mosaikhefte

415, 591
Persönliche Werkzeuge