Panama

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Version vom 22:46, 15. Feb. 2007

Panama ist ein Schauplatz des Mosaik von Hannes Hegen in der Digedags-Amerika-Serie. Die Bezeichnung Panama bezieht sich im Mosaik auf das heutige Panama City, da der Staat Panama erst im Jahre 1903 entstand.

Inhaltsverzeichnis

Die Fahrt nach Panama

Die Digedags, Jenny und Jeremias Joker, sowie Kapitän Smoky und Major Pinkerton sind nach ihren Abenteuern am See des Schweigens und im Tal der Enttäuschung nach San Francisco weitergereist. Während Pinkerton in Frisco bleibt, wollen die übrigen Reisenden so schnell wie möglich zurück nach New Orleans. Die günstigste Route zurück in den Osten führt nicht etwa quer durch den Kontinent, sondern über die Landenge von Panama, da dort zwischen Panama City auf der pazifischen Seite und Aspinwall auf der atlantischen Seite eine Eisenbahn verkehrt, die Panamabahn. Die Digedags und ihre Gefährten fahren also mit Käptn Blubbers Walfänger nach Panama, überqueren die Landenge mit der Panamabahn und setzen von Aspinwall aus die Reise mit der nordamerikanischen Brigg in Richtung New York fort. Blubber und Smoky reisen zurück nach Kalifornien.

Panama im Mosaik

Die Digedags und ihre Freunde setzen zunächst den Walfänger auf eine Klippe. Nachdem sie einen erneuten Versuch verhindern konnten, den Schatz der Tolteken zu stehlen, wandern sie in Richtung Panama durch den tropischen Dschungel. Schon bald erreichen sie die Stadt an der Küste des Pazifischen Ozeans. Die Bucht mit den weißen Häusern der Stadt vor dem Grün des tropischen Urwaldes und dem bergigen Hintergrund bietet ein reizvolles Panorama – das die Digedags angesichts ihrer Geldprobleme allerdings nicht recht würdigen können.

Die Stadt erweist sich als lebendiges Verkehrszentrum. Der durch die Panamabahn entstandene wirtschaftliche Aufschwung ist an den Gebäuden der Stadt abzulesen. Das repräsentativste dargestellte Bauwerk ist das Bahnhofsgebäude, das Railroad House - ein zweigeschossiger Steinbau im Stile der in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts modernen Neorenaissance. Die Straßen- und die Bahnsteigfassade sind gleich gestaltet: im Erdgeschoß befindet sich ein aufwendiger Säulengang mit kassettierten Arkadenbögen und im Obergeschoß eine Galerie mit Balusterstützen. Vor dem Railroad House stehen sorgsam gepflegte Pflanzenkübel. Die Straßen der Stadt werden von mächtigen Palmen gesäumt. Auch einfachere Gebäude besitzen oft zwei Geschosse. Die Häuser sind meist in einer Art einfachem spanischen Kolonialstil gebaut – mit weiß gekalkten Fassaden, rund- oder korbbogigen Fenstern und roten Ziegeldächern. In den Bogenstellungen im Erdgeschoß befinde sich oft Läden oder Bodegas – wo man zum Beispiel Körbe kaufen oder die Spezialitäten der mittel- und südamerikanischen Küche kennenlernen kann, etwa die berühmte Pampasmastkalbshachse nach Toreroart. In der Stadt hat sogar ein Zirkus seine Zelte aufgeschlagen. Dem Publikum werden die üblichen Sensationen geboten – ein Hypnotiseur, Schlangenbeschwörer, Zauberer, Wahrsager und selbstverständlich auch der stärkste Mann der Welt - Pedro.

Nachdem die Digedags denkwürdige Erfahrungen mit den Attraktionen des Zirkus gemacht haben – wobei ihnen die eigenen Fähigkeiten in diesem Metier zugute kommen – verlassen sie die Stadt mit dem Zug in Richtung Aspinwall. Die Fahrt bezahlen sie mit dem Preis für ihren Sieg über Pedro, allerdings können sie nur Plätze im Gepäckwagen mitfahren. Die Jokers haben Fahrkarten von Mrs. Jefferson bekommen. Die Lady ist nach wie vor hinter dem Schatz der Tolteken her. Vor den Digedags liegt noch ein langer Weg mit vielen Gefahren.

Das historische Panama City

Das historische Panama City war in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine aufblühende Stadt an der Südküste der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika. Der Grund für den entstandenen Aufschwung war die Bahnlinie, mit der die Landbrücke überquert werden konnte. Wie im Mosaik richtig dargestellt, war die Reiseroute über Panama eine günstige Alternative zu dem beschwerlichen und gefährlichen Zug über die Prärien und die Rocky Mountains, der damals noch nur auf ungeebneten Wegen möglich war. Die Route über Panama wurde tatsächlich von vielen Abenteurern und Siedlern genutzt, die nach Kalifornien wollten. Erst im Laufe der sechziger und siebziger Jahre entstanden die transkontinentalen Bahnstrecken. Panama verlor jedoch nicht an Bedeutung, denn schon kurze Zeit später nahm man ein ehrgeiziges Projekt in Angriff – den Bau eines Kanals durch die Landenge.

Im Jahre 1903 erklärte der neue Staat Panama seine Unabhängigkeit von Groß-Kolumbien. Die Staatsgründung stand im Zusammenhang mit dem Bau des Panama-Kanals. Die Stadt Panama wurde die Hauptstadt des neuen Staates.

Folgende Mosaikhefte spielen in Panama

197, 198, 199
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