Spaßmacher

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Im Dezember 1975 war im MOSAIK [[Mosaik von Hannes Hegen 229 - Als Gefangene der Pisaner|229]] folgendes zu lesen:
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Im Dezember 1975 war im MOSAIK [[Mosaik von Hannes Hegen 229 - Als Gefangene der Pisaner|229]] Folgendes zu lesen:
"''Hochverehrtes Publikum! Mein Name ist [[Harlekin]], und ich habe die Ehre und das Vergnügen, den Reigen der '''Spaßmacher''' zu eröffnen, der hier in den nächsten Jahren an Euch vorrüberziehen soll. Dabei geht's kreuz und quer durch alle Länder und Zeiten, wie ihr hier schon an meinen werten Kollegen [[Hodscha Nasreddin]], [[Ludas Matyi]], [[Eulenspiegel]], [[Aesop]], [[Iwanuschka]] und [[John Falstaff]] erkennen werdet. Und natürlich sind die [[Abrafaxe]] immer mit dabei!''"
"''Hochverehrtes Publikum! Mein Name ist [[Harlekin]], und ich habe die Ehre und das Vergnügen, den Reigen der '''Spaßmacher''' zu eröffnen, der hier in den nächsten Jahren an Euch vorrüberziehen soll. Dabei geht's kreuz und quer durch alle Länder und Zeiten, wie ihr hier schon an meinen werten Kollegen [[Hodscha Nasreddin]], [[Ludas Matyi]], [[Eulenspiegel]], [[Aesop]], [[Iwanuschka]] und [[John Falstaff]] erkennen werdet. Und natürlich sind die [[Abrafaxe]] immer mit dabei!''"
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[[bild:Spassmacher.jpg|right|frame|[[Harlekin]], [[Hans Wurst]] und [[Ludas Matyi]]]]
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Es gab also zu Beginn der Abrafaxe-Serie im [[MOSAIK]] das Konzept, dass die Abrafaxe die jeweils landestypischen Spaßmacher begleiten sollten. Dabei waren zu Beginn durchaus die Spaßmacher die eigentlichen Hauptfiguren der Hefte, sie fungierten auch als [[Erzähler]]. Die Abrafaxe waren ihre Begleiter, die mit ihnen Abenteuer erlebten. Doch [[Lothar Dräger]] empfand die Spaßmacherkonzeption bald als Korsett, dass seine erzählerische Entwicklung zu sehr einengen würde. So folgte 1980 ein erzählerischer Bruch. Für ein halbes Jahr war erstmals kein die Abrafaxe begleitender Spaßmacher im MOSAIK zu finden. Von nun an übernahmen die Abrafaxe in den meisten Heften die Erzählerrolle und wurden damit endgültig zu den alleinigen Hauptfiguren. Die Spaßmacher die nun kamen, übernahmen zwar auch bisweilen noch die Erzählerrolle aber mit Ausnahme von [[Don Quixote]] und [[Hodscha Nasreddin]], die noch einmal wirkliche Glanzlichter unter den Spaßmachern waren, konnten sie der Geschichte kaum einen nachhaltigen Stempel aufdrücken. Deutlich besser blieben aus dieser Zeit reine MOSAIKfiguren wie [[Don Ferrando]] oder [[Alexander Papatentos]] im Gedächtnis. Bis 1988 wurde das Spaßmacherkonzept noch verfolgt, jedoch mit zunehmend nachlassender Intensität. Das Konzept wurde also schon zu DDR-Zeiten vom "Spiritus Rector" Lothar Dräger selbst aufgegeben. Auch die [[Kollektiv#Autoren|Nachwendeautoren]] haben es bisher noch nicht wieder gewagt, den Abrafaxen in einer Serie einen "klassischen Spaßmacher" an die Seite zu geben, obwohl zumindest [[Eulenspiegel]] noch immer auf dem Wunschzettel vieler Fans steht. Auch [[Aesop]] oder [[John Falstaff]] hätten sich während des Griechenland- bzw. England-Aufenthaltes für eine kleine Reminiszenz angeboten...
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Es gab also zu Beginn der Abrafaxe-Serie im [[MOSAIK]] das Konzept, dass die Abrafaxe die jeweils landestypischen Spaßmacher begleiten sollten. Dabei waren zu Beginn durchaus die Spaßmacher die eigentlichen Hauptfiguren der Hefte, sie fungierten auch als [[Erzähler]]. Die Abrafaxe waren ihre Begleiter, die mit ihnen Abenteuer erlebten. Doch [[Lothar Dräger]] empfand die Spaßmacherkonzeption bald als Korsett, dass seine erzählerische Entwicklung zu sehr einengen würde. So folgte 1980 ein erzählerischer Bruch. Für ein halbes Jahr war erstmals kein die Abrafaxe begleitender Spaßmacher im MOSAIK zu finden. Von nun an übernahmen die Abrafaxe in den meisten Heften die Erzählerrolle und wurden damit endgültig zu den alleinigen Hauptfiguren. Die Spaßmacher, die nun kamen, übernahmen zwar auch bisweilen noch die Erzählerrolle, aber mit Ausnahme von [[Don Quixote]] und [[Hodscha Nasreddin]], die noch einmal wirkliche Glanzlichter unter den Spaßmachern waren, konnten sie der Geschichte kaum einen nachhaltigen Stempel aufdrücken. Deutlich besser blieben aus dieser Zeit reine MOSAIKfiguren wie [[Don Ferrando]] oder [[Alexander Papatentos]] im Gedächtnis. Bis 1988 wurde das Spaßmacherkonzept noch verfolgt, jedoch mit zunehmend nachlassender Intensität. Das Konzept wurde also schon zu DDR-Zeiten vom "Spiritus Rector" Lothar Dräger selbst aufgegeben. Auch die [[Kollektiv#Autoren|Nachwendeautoren]] haben es bisher noch nicht wieder gewagt, den Abrafaxen in einer Serie einen "klassischen Spaßmacher" an die Seite zu geben, obwohl zumindest [[Eulenspiegel]] noch immer auf dem Wunschzettel vieler Fans steht. Auch [[Aesop]] oder [[John Falstaff]] hätten sich während des Griechenland- bzw. England-Aufenthaltes für eine kleine Reminiszenz angeboten...
===Spaßmacher im MOSAIK===
===Spaßmacher im MOSAIK===

Version vom 20:57, 14. Feb. 2008

Im Dezember 1975 war im MOSAIK 229 Folgendes zu lesen:

"Hochverehrtes Publikum! Mein Name ist Harlekin, und ich habe die Ehre und das Vergnügen, den Reigen der Spaßmacher zu eröffnen, der hier in den nächsten Jahren an Euch vorrüberziehen soll. Dabei geht's kreuz und quer durch alle Länder und Zeiten, wie ihr hier schon an meinen werten Kollegen Hodscha Nasreddin, Ludas Matyi, Eulenspiegel, Aesop, Iwanuschka und John Falstaff erkennen werdet. Und natürlich sind die Abrafaxe immer mit dabei!"

1978 folgte eine weitere Ankündigung in einer Beilage der Zeitschrift "Pionierleiter":

"...In geheimer Mission reisen die Abrafaxe dann nach Frankreich, wo sie Pierrot kennen lernen und in einen Bauernaufstand verwickelt werden. Sie müssen nach Spanien fliehen, lernen dort den lustigen Abenteurer Gil Blas kennen und treffen nach einer Seereise, auf der sie Bekanntschaft mit Piraten machen, in den Gefilden Nasreddins, des orientalischen Schalksnarren, ein. Von dort begeben sie sich ins Innere des alten Rußlands, wo sie dem lustigen Petruschka helfen, den reichen Bojaren manch Schnippchen zu schlagen. Und da es in vielen Ländern Spaßmacher gab, werden auch noch viele MOSAIK-Jahrgänge erscheinen, bis die Abrafaxe all die Harlekine, Hanswurste und deren Kollegen kennen gelernt haben."

Soweit zu den Planungen.

Es gab also zu Beginn der Abrafaxe-Serie im MOSAIK das Konzept, dass die Abrafaxe die jeweils landestypischen Spaßmacher begleiten sollten. Dabei waren zu Beginn durchaus die Spaßmacher die eigentlichen Hauptfiguren der Hefte, sie fungierten auch als Erzähler. Die Abrafaxe waren ihre Begleiter, die mit ihnen Abenteuer erlebten. Doch Lothar Dräger empfand die Spaßmacherkonzeption bald als Korsett, dass seine erzählerische Entwicklung zu sehr einengen würde. So folgte 1980 ein erzählerischer Bruch. Für ein halbes Jahr war erstmals kein die Abrafaxe begleitender Spaßmacher im MOSAIK zu finden. Von nun an übernahmen die Abrafaxe in den meisten Heften die Erzählerrolle und wurden damit endgültig zu den alleinigen Hauptfiguren. Die Spaßmacher, die nun kamen, übernahmen zwar auch bisweilen noch die Erzählerrolle, aber mit Ausnahme von Don Quixote und Hodscha Nasreddin, die noch einmal wirkliche Glanzlichter unter den Spaßmachern waren, konnten sie der Geschichte kaum einen nachhaltigen Stempel aufdrücken. Deutlich besser blieben aus dieser Zeit reine MOSAIKfiguren wie Don Ferrando oder Alexander Papatentos im Gedächtnis. Bis 1988 wurde das Spaßmacherkonzept noch verfolgt, jedoch mit zunehmend nachlassender Intensität. Das Konzept wurde also schon zu DDR-Zeiten vom "Spiritus Rector" Lothar Dräger selbst aufgegeben. Auch die Nachwendeautoren haben es bisher noch nicht wieder gewagt, den Abrafaxen in einer Serie einen "klassischen Spaßmacher" an die Seite zu geben, obwohl zumindest Eulenspiegel noch immer auf dem Wunschzettel vieler Fans steht. Auch Aesop oder John Falstaff hätten sich während des Griechenland- bzw. England-Aufenthaltes für eine kleine Reminiszenz angeboten...

Spaßmacher im MOSAIK

geplante und erwähnte Spaßmacher

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